Die Wirtschaft in Schlesien im Zeitraum von 1898 bis 1905
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Handschuhindustrie
Die Handschuhindustrie, d. i. die vollständige Herstellung des Handschuhes vom Fell, ist in Schlesien im Großbetriebe durch ein Etablissement vertreten. Da die schlesische Handschuhfabrikation nur bessere Qualitäten erzeugt, kann sie ihre Fabrikate in der österreichisch-ungarischen Monarchie nicht absetzen. Die Waren werden daher vorzugsweise nach Deutschland, Amerika, Frankreich, England und der Schweiz exportiert. Die zur Fabrikation nötigen Ledersorten werden in Deutschland gekauft Ein gutes Geschäft machte die Handschuhindustrie durch die Erzeugung von Chevreau-Handschuhen, worin sie die Konkurrenz mit Frankreich mit Erfolg aufnahm.
Die ßundsdiuftindustrie beschäftigt im Freiwaldauer Bezirk gegen 1000 Familien. Die Zusendung der zugeschnittenen Lederteile erfolgt aus Deutschland, wohin auch der genähte Handschuh zurückkehrt. Mit Deutschland besteht für diesen Industriezweig ein zollfreier Veredelungsverkehr. Infolge des spanisch- amerikanischen Krieges trat Mangel an Beschäftigung ein, weil Amerika das Absatzgebiet für den größten Teil der Olacdhandschuhe ist. Die belgischen und preußischen Faktoreien machen den österreichischen Handsehuhnähanstalten starke Konkurrenz.
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